Donnerstag, 18. August 2011

Kate Nash - Mariella

Ich bin ungeschickt, um es nett auszudrücken.
Meine Mutter denkt, ich werde eine miserable Hausfrau werden.
Denn ich verspritze Dinge, weil ich zu doll umrühre.
Ich bin viel zu laut.
Sobald ich eine Meinung habe, muss die raus.
Ich lache über die dümmsten Sachen.
Nur weil es mich kitzelt.

Und manchmal wünschte ich
Manchmal wünschte ich, ich wäre wie Mariella.
Sie nahm etwas Pritt Stick und klebte ihre Lippen zusammen.
Sodass sie niemals sprechen musste.
Die Leute sagten, sie wäre still wie eine Maus.
Sie macht nicht mal einen Piep.
Sie schaute in ihren Schrank und warf die Farben raus,
weil schwarz mysteriös wirkt, aber das beeindruckte ihre Mutter nicht.
Sie wollte ihr Baby in Muster und Farben kleiden.
Aber Mariella verschränkte ihre Arme und weinte stundenlang.

Mein hübsches, kleines Mädchen
Öffne deinen verklebten Mund, und trag etwas Pink und Perlen.
Du kannst deine Freunde einladen und sie können zum Tee bleiben.
Versuch doch nur, dich etwas einzufügen, bitte tu es für mich!
Aber Mariella verschränkte ihre Arme und lief die Treppe hoch.
Sie ging in ihr Zimmer, und setzte sich auf ihr Bett.
Und sie schaute in den Spiegel und dachte sich:
"Wenn ich spielen will, kann ich allein spielen, wenn ich denken will, denke ich für mich."

In der Schule hatte Mariella nicht viele Freunde.
Die Mädchen schauten sie an und fanden sie irgendwie merkwürdig.
Und die Jungen, die interessieren sich in diesem Alter noch nicht für Mädchen.
Und die Lehrer, sie dachten, Mariella wäre nur in einer schwierigen Phase.
Aber Mariella lächelte nur während sie die Straße entlang hüpfte.
Denn sie kannte alle Geheimnisse ihrer Welt.
Ja, jeden Tag hatte sie alle Kreuzworträtsel richtig
Und sie konnte das Alphabet rückwärts, ohne einen einzigen Fehler zu machen.

Du hübsches, hübsches Mädchen.
Mariella, Mariella.
Glücklich in deiner eigenen kleinen Welt.

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